Long time no hear, eh!

Nach langem neujährlichen Schweigen sind wir so gut wie zurück und auch fast schon wieder weg. In den letzten Wochen haben wir nicht etwa viel gearbeitet, die Wochenenden mit kanadischem Gebräu begossen und die nassen Berge gescheut – NEIN – wir haben von unseren Weihnachtsvorräten gezehrt, das abenteuerliche Zucken in Energie gespeichert und jeden Muskel auf die nahenden Abenteuer trainiert! Die uns bevorstehenden Veränderungen erfordern nun einmal akribische Zusammenarbeit aller Körperzellen und bedingungslose Hingabe!

Zu Beginn des neuen Jahres haben wir uns dazu in einem neuen gemütlichen Bunker verscharrt und die Hippiezeiten hinter uns gelassen. Die Route der amerikanischen Weltreise steht und die Koffer sind in Gedanken schon in einen nett ausgebauten Camper Van gepackt. Leider ist von dem noch keine Spur in Sicht. Dafür stehen zwei andere Autos in der öffentlichen Garage: ein altersschwacher, dennoch sehr attraktiver und starker Durango mit viel Charme und Anziehungskraft, daneben ein sehr mickriger und zurecht minderwertigkeitskomplexer Ford Escort, der trotz unserer liebevollen Aufmerksamkeit seine Defizite nicht für sich behalten kann. Aber was sind schon fünf Wochen mit einem rutschigen Ford, wenn danach Schlittenhunde auf einen warten? Eindeutig (halb-)kanadisch und sehr knapp! Wenige Wochen in nebliger Wassernähe bleiben uns, um einen kompletten Hausrat und zwei Auto loszuwerden, dabei ein gutes Auto zu ergattern und so viel wie möglich in Koffer und Tüten zu quetschen! Dann heißt es Abschied nehmen vom morgendlichen Möwengeschrei, greifbaren Bergen und überhöflichen Menschen, asiatischen Verkehrsübeltätern und exzessiven Gluten-Hassern.

Die volle Dröhnung Kanada wartet aber erst noch im Norden: Yukon, Eh! Farmsitting in Faro, Eh! Es folgen drei Wochen tiefster Schnee in absoluter Einöde, mit kuscheligen Lamas, Pferden und Huskys, selbstproduziertem Strom und ohne jegliche digitale Vernetzung. Tiefenentspannt beginnt dann die große Reise, auf kleinen Umwegen in die Heimat! Endlich Travel, fuck Work! YOLO! *fffuuuusch* … zieht die Rauchwolke vorbei …

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Posted on by Veronica in Vancouver

One Response to Long time no hear, eh!

  1. Just

    Wenn jeder Text so bild- und wortgewaltig auf den Leser trifft, lohnt sich jedes Warten. Wunderschön geschriebene Zeilen lassen eure Eindrücke und Erwartungen greifbar werden, auch in über 8000km Entfernung. Für euer weiteres Vorhaben wünsche ich euch gutes Gelingen, auf das ihr ein würdiges Vehikel finden werdet, was euch ein treuer Weggefährte sein kann. Genießt die Zeit und lasst euch nicht stressen.
    Schneereiche Grüße und Drücker aus eurer Heimat!
    euer Just

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